Frankenthal in der Pfalz ist eine kreisfreie Stadt mit rund 48.000 Einwohnern auf knapp 44 Quadratkilometern in der Vorderpfalz. Die Geschichte der Stadt ist geprägt von religiöser Toleranz, kunsthandwerklicher Exzellenz und industrieller Innovation. Im 16. Jahrhundert flohen niederländische Glaubensflüchtlinge vor religiöser Verfolgung und brachten hochentwickelte Handwerkskünste mit. Sie machten Frankenthal zum Zentrum für Textilproduktion, Goldschmiedekunst und Buchdruckerei. Die Frankenthaler Malerschule um 1600 beeinflusste die niederländische Landschaftsmalerei nachhaltig. Kurfürst Carl Theodor gründete 1755 die Frankenthaler Porzellanmanufaktur, eine der bedeutendsten des 18. Jahrhunderts. Die Figurengruppen und Tafelservices zählen heute zu den begehrtesten Sammlerstücken europäischen Porzellans. Das Erkenbert-Museum bewahrt eine beachtliche Sammlung und dokumentiert die kunsthandwerkliche Tradition. Die Stadt wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 und im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört. Die Ruine der zweitürmigen Stiftskirche dient als Mahnmal. Heute ist Frankenthal ein Industriestandort – der Pumpenhersteller KSB hat hier seinen Ursprung. Das Strohhutfest ist eines der größten Volksfeste der Pfalz. Die A6 und die Bahnstrecke Mannheim–Mainz sorgen für hervorragende Anbindung in der Metropolregion Rhein-Neckar.
Aktuelle Unterscheidungszeichen
Herleitung: FrankenThal
Lage
Zulassungsstelle
Zulassungsstelle Frankenthal (Pfalz)
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